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Lara Herbrich (links) und Mira Windt helfen, kranke und verletzte Tiere wieder aufzupäppeln.

Ihr Lieblingsbereich? Mira Windt muss nicht lange überlegen: „Die Station.“ Die Genesung von Patienten zu beobachten, ist für die Auszubildende sehr beglückend. „Auf Station hilft man, kranke und verletzte Tieren wieder aufzupäppeln; man erlebt, wie es ihnen von Tag zu Tag besser geht, und kann sich über jeden Fortschritt freuen.“

Doch Tierliebe allein genüge nicht für den Beruf. „Man muss auch Blut sehen können und darf nicht zu zart besaitet sein“, sagt Mira Windt. Denn immer wieder müssen die Helferinnen zusammen mit den Ärzten auch um das Leben von Tieren kämpfen. Dann sind außer Mitgefühl Tatkraft und gute Nerven gefragt.

Weil sie Tieren helfen will, kam auch für Lisa Pichler nie ein anderer Beruf als Tiermedizinische Fachangestellte in Betracht. Sie ist ebenfalls im ersten Lehrjahr. Momentan hat sie Frühschicht und ist auf Station eingesetzt. Sie füttert die Patienten, säubert sie, geht mit den Hunden Gassi, reinigt die Boxen, hält die Tiere bei der Behandlung und verwöhnt sie nicht zuletzt mit Streicheleinheiten. Vor Kurzem durfte sie sogar erstmals – unter Anleitung – einen Venenkatheter schieben. „Das war ein unglaubliches Erfolgserlebnis für mich, zumal der Kater auch etwas störrisch war“, strahlt Lisa Pichler. „Das Schöne: Die Ärzte und Helfer ermutigen uns Azubis immer, neue Fähigkeiten zu lernen. Sie trauen uns was zu.“ Überhaupt schätzt sie die Kommunikationskultur in der Klinik. „Ich bekomme immer sofort Feedback, wenn ich etwas gut gemacht habe oder etwas verbessern soll. Das spornt mich an.“

Verbandswechsel haben Lisa Pichler (links) und Lara Herbrich bereits im ersten Lehrjahr gelernt.

Auch Lara Herbrich hat sich bewusst für die Ausbildung in der Tierklinik Ismaning entschieden. „In einem Klinikbetrieb lernt man einfach am meisten. Hier erhalte ich strukturiert Einblick in alle Bereiche und kann mir auch ganz viel Wissen über Fälle aneignen, die ein Haustierarzt gar nicht behandeln kann“, sagt die junge Frau, die wie alle Azubis in einem regelmäßigen Rhythmus zwischen Ambulanz, Station, OP, Labor, Telefonzentrale und Empfang wechselt. Das heißt: Sie rotiert während ihrer Ausbildung mehrmals durch alle Abteilungen der modernen Klinik und wird dabei an ganz verschiedene Aufgaben einer TFA herangeführt. Während sie im Labor Blutausstriche untersucht, in der Ambulanz bei der Untersuchung assistiert, am Telefon Termine vergibt und am Empfang den Umgang mit Patientenbesitzern lernt, steht sie im OP an der Seite des Anästhesisten. Wobei die Azubis von Lehrjahr zu Lehrjahr anspruchsvollere Aufgaben übernehmen. Nach dem Prinzip „vom Leichten zum Schweren“ bauen sie allmählich ihre Kenntnisse und Kompetenzen aus. Ein Beispiel aus der Hygiene: Während die Azubis zu Beginn Basics wie die Desinfektion von Stallungen, OP und Behandlungsräumen lernen, steht im dritten Lehrjahr der vorsichtige Umgang mit ansteckenden Patienten auf dem Plan. Das Konzept ist erfolgreich: Bisher hat jeder Azubi der Tierklinik Ismaning seine Prüfung bestanden.

Lara Herbrichs erster OP-Einsatz ist schon über ein Jahr her. Für immer im Gedächtnis bleibt ihr wohl jene Weichteil-OP, bei der sie erstmals einen offenen Bauchraum mit allen Organen und Gefäßen sah. „Das war faszinierend und eine perfekte Vorbereitung für den Beruf. Den Anblick kennt man sonst nur von Bildern“, sagt sie.

Heute ist die Münchnerin im zweiten Lehrjahr und darf in Anwesenheit eines Arztes bereits Patienten intubieren und Narkosespritzen aufziehen und intramuskulär injizieren. Am Ende der Ausbildung dann soll sie sich so sicher fühlen, dass sie unter Aufsicht eine Narkose durchführen und überwachen kann. „Als ausgebildete TFA sollte ich schließlich auch in der Anästhesie arbeiten können“, sagt Lara Herbrich.

Festgelegt sind die Lernziele in den Einarbeitungsplänen, die es in der Tierklinik für jede Abteilung und jedes Lehrjahr gibt. Ihren jeweiligen Wissensstand dokumentieren die Azubis in Wochen- und Monatsberichten. Außerdem stehen am Ende jedes Blocks Beurteilungsgespräche mit den Teamleitern, in denen sich die Azubis auch selbst einschätzen.

Im OP lernen die Azubis vor allem auch die Basics der Anästhesie.

Doch so gut ausgearbeitet das Lernangebot ist, in der Tierklinik Ismaning wird auch Eigeninitiative erwartet. „Man sollte schon interessiert sein und mitdenken“, sagt Mira Windt. Wer verlässlich ist und gerne selbstständig arbeitet, darf dann schon mal wie die Azubi im ersten Lehrjahr unter Aufsicht Medikamente verabreichen – obwohl das erst im zweiten Lehrjahr auf dem Plan steht. „Wichtig war, dass ich Tiere händeln kann und wusste, welche Wirkstoffe enthalten sind und wie diese wirken.“

Die Lerninhalte der Azubis sind zwar in jeder Abteilung andere, doch der Teamgeist ist überall derselbe: „Wenn ich etwas nicht verstehe oder erklärt haben möchte, kann ich jederzeit einen Tierarzt oder Helfer löchern. Wir arbeiten alle vertrauensvoll und eng zusammen“, erzählt Mira Windt und freut sich, dass die Tierklinik die betriebliche Ausbildung so ernst nimmt. Es fängt damit an, dass die Ärzte ihr Wissen gerne teilen und meist von sich aus bei einer Untersuchung Erkrankung, Hintergründe und verschiedene Therapiemöglichkeiten erklären.

Natürlich ist die Arbeit in einer Klinik auch mit Stress verbunden. „Vor allem im ersten Lehrjahr stürzt ja sehr viel Neues auf einen ein“, sagt Lisa Pichler, wobei sie mit dem Wechsel zwischen Früh- und Spätschicht kein Problem hat. Im Gegenteil: „So erlebe ich den Klinikalltag zu verschiedenen Tageszeiten und lerne viel mehr Ärzte und ihre Behandlungsweisen kennen.“ Und wenn gelegentlich Wochenenddienste anstehen, genießt sie die freien Tage unter der Woche.

Wenn auch Sie gut mit Tier und Mensch umgehen können, gerne selbstständig arbeiten, zuverlässig und kommunikationsfreudig sind, würden wir uns über eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz von Ihnen freuen.

Ihre Unterlagen senden Sie bitte an:
Tierklinik Ismaning
Vera Neuerer
Oskar-Messter-Str. 6
D-85737 Ismaning
E-Mail: verwaltung@tierklinik-ismaning.de

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