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Tag der offenen Tür am 18. Mai 2019

Programm für alle Gäste

  • 11:00 Uhr
    Beginn der Feier
  • 11:00 – 15:00 Uhr
    Kaffee und Kuchenbuffet
    zugunsten des Tierschutzvereins Schlupfwinkel
  • 11:00 – 15:00 Uhr
    Für Kinder (in Begleitung ihrer Eltern)

    Kuscheltiere willkommen: Das Bärli ist aus dem Bett gefallen? Der Elefant hat eine Platzwunde? In der Kuscheltiersprechstunde kümmert sich ein Arzt um die kranken Lieblinge.
    Kinderschminken:
    Ob süßes Kätzchen oder frecher Hund, jedes Kind kann sich ein Motiv aussuchen und kostenlos ein Tiergesicht schminken lassen. Was glitzert so bunt auf der Haut? Ob blauer Drache oder pinkfarbenes Pferd, unsere coolen Glitzertattoos halten bis zu zwei Wochen (Preis: ein Euro pro Stück). Wer weiß es? Bei unserem Tierarzt-Quiz kann man schöne Preise gewinnen.
  • 11:30
    Klinikführung
  • 12:00 Uhr
    Vortrag: „Was in den Fressnapf darf“. Um die Ernährung von Hund und Katze ranken sich viele Mythen. Oft verhindern Halbwahrheiten sogar, dass die Tiere bedarfsgerecht und gesund gefüttert werden. Unsere Ernährungsexpertin Dr. Stefanie Schmitt räumt mit den wichtigsten Futtermythen auf.
  • 12:30 Uhr
    Klinikführung
  • 13:00 Uhr
    Vortrag
    : Entspannt durch den Tierarzttermin. Mit Medical Training gewöhnen Sie Ihren Hund an Tierarztbesuche und Körperpflege. Auf spielerische Art lernt er, bei der Behandlung zu kooperieren und bereitwillig die Pfote zur Blutabnahme zu reichen oder das Maul zur Gebisskontrolle zu öffnen. Auch die Pflege zu Hause wird deutlich einfacher, wenn das Tier beim Krallenschneiden stillhält. Referentin: Michelle Schorb
  • 13:30 Uhr
    Fachvortrag für Tierärzte und Wissensdurstige: Gelenkersatz beim Kleintier (Referent: Dr. Klaus Zahn, Inhaber der Tierklinik)
  • 14:00 Uhr
    Klinikführung
  • 14:30 Uhr
    Vortrag: „Wann ist Physiotherapie sinnvoll für Ihr Tier?“ Ob akute Erkrankung oder Prophylaxe, ob Reha oder altersbedingte Beschwerden – Physiotherapie ergänzt die klinische Behandlung. Unsere Tierphysiotherapeutin Jennifer Wilhein demonstriert, welche Techniken, Geräte und Möglichkeiten es gibt.
  • 15:00 Uhr
    Vortrag: Erste Hilfe. Vergiftung, Autounfall, Magendrehung: Wenn Haustiere Erste Hilfe benötigen, wissen ihre Besitzer oft nicht weiter. Unser Notfallmediziner Jan Nixdorff erklärt, wie Sie die häufigsten Notfälle erkennen und richtig handeln, um die Zeit bis zur tierärztlichen Versorgung zu überbrücken.

Programm für Fachkollegen und die Tierklinik

  • 17:00 Uhr
    Begrüßung der Haustierärzte mit Rundgang durch die Klinik durch Dr. Zahn und Dr.  Neuerer
  • 18:00 Uhr
    Vortrag: Besonderheiten bei der Ultraschalldiagnostik – Referent: Dr. Felix Neuerer
  • 19:00 Uhr
    Vortrag: Bildgebung bei der Röntgendiagnostik – Referent: Dr. Klaus Zahn
  • 20:00 Uhr
    Ehrung der langjährigen Mitarbeiter

Blutspender gesucht!
Helfen Sie mit!

Auch vierbeinige Patienten können mitunter nur dank einer Bluttransfusion überleben. Dabei sind wir auf die Mithilfe von Hunde- und Katzenbesitzern angewiesen, die bereit sind, ihr Tier als Spender testen und registrieren zu lassen. Denn anders als in der Humanmedizin werden Tierblutspenden nicht auf Vorrat, sondern nur bei Bedarf abgenommen.

Nutzen Sie den Tag der offenen Tier, um sich unverbindlich über die Abläufe beim Blutspenden zu informieren. Sie können auch gleich einen Gesundheitscheck für Ihr Tier vereinbaren.
(Die Untersuchung selbst können wir nicht direkt durchführen, da wir darum bitten müssen, am Jubiläumstag die eigenen Tiere zu Hause zu lassen.)

>> Weitere Blutspende-Infos hier

Eingeschränkter Notdienst!

Wir bitten um Verständnis, dass wir am 18. Mai nur eingeschränkten Notdienst anbieten können. Wenn möglich und sofern es der Zustand des Tieres erlaubt, empfehlen wir, an diesem Samstag wegen des sehr hohen Besucherandrangs andere Kliniken anzufahren.

10 Fragen an die Klinikgründer

Sie waren beide leitende Oberärzte an der Tierklinik der LMU. Warum haben Sie eine eigene Klinik gegründet?
Dr. Klaus Zahn:
Nach mehr als zehn Jahren Unikarriere schreckte uns die Aussicht auf weitere zehn. Verwaltung, Bürokratie und universitäre Zwänge machten uns das Leben schwer. Wir wollten uns lieber intensiver um Patienten und neue Heilmethoden kümmern, statt Vorlesungen zu halten. Unser Traum war ein Ort, der Haustieren bestmögliche tiermedizinische Versorgung bietet. Also wagten wir den Sprung ins Ungewisse.

 Wenn Sie an die Anfänge zurückdenken: Womit hatten Sie am meisten zu kämpfen?
Dr. Felix Neuerer:
Mir haben die Schulden viele schlaflose Nächte bereitet. Ich war junger Vater, und wir hatten alles – vom Umbau bis zur Ausstattung – per Kredit finanziert und wussten nicht, wie unser Abenteuer ausgeht. Denn auch wenn wir beide einen guten Namen hatten, waren wir nicht sicher, ob die niedergelassenen Kollegen uns tatsächlich Patienten überweisen würden.

Zahn: Auch bei mir haben die ersten Wochen unglaublich an den Kräften gezehrt. Wir waren ja nur zu fünft: drei Ärzte, zwei Helfer und ich der einzige Chirurg. Die Wochenenden musste ich durcharbeiten und auch noch jede dritte Nacht Notdienst schieben. Oft bin ich nur kurz zum Duschen und Kleiderwechseln nach Hause gefahren. An meine erste OP hier in der Klinik kann ich mich aber noch gut erinnern: Es war ein Rottweiler mit Ellbogendysplasie.

Dr. Klaus Zahn (links) und Dr. Felix Neuerer.

Wann wussten Sie: Wir werden nicht scheitern?
Neuerer:
Ziemlich bald, auch wenn wir zu Beginn nur zehn Patienten am Tag hatten. Doch nach unserer offiziellen Eröffnung, zu der wir auch 150 Tierärzte und den Bürgermeister von Ismaning eingeladen hatten, füllte sich die Sprechstunde allmählich. Schon bald hatten wir soviel Arbeit, dass wir zwei Assistenzärzte und drei weitere Helfer einstellen konnten.

Zahn: Schon im August 2009 habe ich das erste künstliche Hüftgelenk eingesetzt.

Worauf sind Sie heute besonders stolz?
Neuerer (schmunzelt):
Dass wir es ins Fernsehen geschafft haben! Als 2011 auf einmal Vox bei uns anklopfte und für die Tier-Doku „Menschen, Tiere, Doktoren“ bei uns drehen wollte, war das irgendwie eine verdiente Belohnung für die ganzen Nachtschichten. Damals war ganz Deutschland Zeuge, wie mein Kollege einem Hund durch Gelenkversteifung die Pfote rettete. Heute werden unsere Ärzte vom Bayerischen Rundfunk und der tz regelmäßig um Interviews gebeten.

Zahn: Als der erste Kunde aus Südtirol zu uns kam, war das eine tolle Bestätigung unserer Arbeit. Gerade auch im orthopädischen Bereich reicht unser Renommee weit über München hinaus. Neulich erst habe ich einen Tierhalter aus Tiflis beraten, dessen Schäferhund ein neues Hüftgelenk braucht. Mundpropaganda bringt uns heute fast die meisten Kunden.

Aus einem kleinen Start-up ist ein mittelständisches Unternehmen mit 100 Mitarbeitern geworden. Hat die heutige Tierklinik mit der von 2009 noch etwas gemein?

Neuerer: Klar, die Abläufe und die Organisationsstruktur in der Klinik haben sich grundlegend verändert. Aber die Seele des Unternehmens ist noch dieselbe. Auch wenn wir vor Kurzem unseren 44.000sten Patienten behandelt haben, sind wir doch mit derselben Hingabe wie vor zehn Jahren dabei. Die Genesung eines Tieres zu erleben, ist nach wie vor das Schönste für mich.

Zahn: Wir haben auch sehr dankbare Kunden. Oft schicken mir Tierbesitzer Videos von ihren Lieblingen, die ich mal operiert habe. Wenn ich dann sehe, wie einer meiner Patienten auch Jahre nach einer Kreuzbandriss-OP munter herumspringt, weiß ich, warum ich Tierarzt geworden bin. Umso mehr freue ich mich jetzt auf unser Jubiläum: 10 Jahre Tierklinik Ismaning, das ist doch was.

Was gefällt Ihnen in Ihrer jetzigen Position am besten?
Neuerer:
Mir macht es unglaublich Spaß, Fachärzte auszubilden und sie zu ermutigen, dass sie sich eine eigene Reputation aufbauen. Denn seien wir ehrlich, die Tierklinik Ismaning ist nicht mehr nur Dr. Zahn und Dr. Neuerer. Unseren guten Ruf haben wir vielen kompetenten Fachärzten und Helfern zu verdanken. Um dieses Niveau zu halten, bilden wir viele Spezialisten auch selbst aus. Auch bin ich stolz auf jeden Azubi, der es schafft.

Zahn: Ich genieße es, mein eigener Chef zu sein. Wenn ich neue und innovative OP-Methoden einführen und entwickeln möchte, muss ich niemanden fragen, sondern mache es einfach. Von den Fortschritten in der Tiermedizin sollen ja auch unsere Patienten profitieren. Nicht ohne Grund stehe ich jeden Tag noch im OP.

Wie hat sich denn die Tiermedizin verändert?
Zahn:
Auf die Chirurgie bezogen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren bei implantierten Prothesen viel getan. Wir Tierchirurgen sind da Nutznießer der Humanmedizin. Dank 3D-Drucker können wir inzwischen sogar individuelle Hüftimplantate herstellen. Und wer am Tag der offenen Tür mal in den OP-Trakt geht, wird da hochmoderne Narkosegeräte sehen, die vor Kurzem noch im OP eines Münchner Krankenhauses im Einsatz waren. Auch in der Anästhesie arbeiten wir heute auf Humanniveau.

Das heißt, Sie sind heute immer noch mehr Tierarzt als Unternehmer?
Neuerer:
Manchmal habe ich zwar das Gefühl im Adminstrativen zu ersticken. Aber das vergeht ganz schnell, wenn ich zu einem Patienten gerufen werde. Das kommt meist in kniffligen Fällen vor. Gerade in der Inneren Medizin sind ja viele Beschwerdebilder so unklar, dass die Diagnose dem Lösen eines Rätsels gleichkommt. Hinter Durchfall, Erbrechen und Erschöpfung können so viele Krankheiten stecken. Um so befriedigender ist es, wenn eine Therapie anschlägt und das Tier wieder schwanzwedelnd vor einem steht.

Was gehört für Sie zu professioneller tiermedizinischer Versorgung?
Zahn:
Tiere können nicht sprechen. Umso wichtiger ist neben der Erfahrung und Intuition unserer Ärzte unsere moderne Diagnosetechnik. Außerdem bilden auch wir Chefärzte uns ständig fachlich weiter, um auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein.

Neuerer: Genauso wichtig für den Therapieerfolg sind Fürsorge und Streicheleinheiten. Wenn ein krankes Tier sich wohlfühlt, wird es schneller gesund. Daher legen wir auch Wert darauf, Tierbesitzer und Haustierärzte in die Behandlung einzubeziehen. 

Was sind Ihre Zukunftspläne?

Neuerer: Wir wollen besser werden und zum Beispiel Arbeitsabläufe und andere Routinen effizienter gestalten. Das kommt Patienten und Mitarbeitern zu Gute. Mittelfristig wollen wir auch die Verantwortung für die Klinik auf mehrere Schultern verteilen, das heißt, wir wollen noch mehr in Personalentwicklung investieren.

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