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Eine chronische Darmentzündung hat bei Bruno PLE ausgelöst.

„Brunos Leben stand auf Messers Schneide“, sagt Tierärztin Natalie Sindern. Starke Flüssigkeitsergüsse im Thorax und im Abdomen machten dem Rhodesian Ridgeback zu schaffen. Der Besitzer berichtete von regelmäßigen Durchfallepisoden. Als die Ärztin die Laborergebnisse in der Hand hielt, erhärtete sich ihr Verdacht. Der Albuminspiegel im Blut des Tieres war gefährlich niedrig – und sollte in den nächsten Tagen weiter sinken. Albumin, ein Eiweiß, wird in der Leber gebildet, zirkuliert im Blutkreislauf und ist u.a. für den Druck innerhalb und außerhalb der Zellen zuständig. Erfüllt es diese Aufgabe nicht, tritt Wasser aus dem Gefäßsystem ins Gewebe und in den Brust- und Bauchraum über. Es kommt zu Ödemen, sprich Wassereinlagerungen und Flüssigkeitsergüssen in die Körperhöhlen. Eine erste Thoraxpunktion brachte Bruno Erleichterung. Alle weiteren Untersuchungen deuteten auf eine Protein Loosing Enteropathie, kurz PLE, hin. Bei dieser chronischen Krankheit gehen die Eiweiße über den Darm verloren. Auslöser war in Brunos Fall eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Darms, auch IBD genannt. Diese galt es, durch eine hochdosierte Cortisontherapie und hypoallergene Diät in den Griff zu bekommen. Mit Erfolg: Von Tag zu Tag besserten sich Brunos Albuminwerte, binnen einer Woche verlor er sieben Liter Flüssigkeit, und wir konnten langsam die Medikamente reduzieren. Leider ist eine PLE nicht heilbar, oft müssen die Tiere ihr Leben lang medikamentös behandelt werden. Manchen Tiere aber genügt auf lange Sicht eine Spezialdiät, damit sie keinen Rückfall erleiden. Wichtig ist in jedem Fall, regelmäßig das Blut kontrollieren zu lassen.

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