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Nach der OP waren die Atembeschwerden verschwunden, und Katzensenior Harry konnte wieder sein Leben genießen.

„Harry blüht jeden Tag mehr auf“, strahlt die Besitzerin des 18 Jahre alten Katers. Zu verdanken hat der Katzensenior diesen zweiten Frühling einer gewagten Operation in der Tierklinik Ismaning. Denn Harry litt an einer – bei Katzen extrem seltenen – Kehlkopflähmung. Entsprechend selten ist der Eingriff am anatomisch hochkomplexen Katzenkehlkopf, den sich viele Chirurgen daher nicht zutrauen. Auch Harry war bereits in einer anderen Klinik weitergeschickt worden. Doch unsere Oberärztin Dr. Anna Layer nahm die Herausforderung an, schließlich atmete der ohnehin chronisch kranke Katzensenior bereits wie eine kleine Dampflok. Denn bei einer Kehlkopflähmung werden die erschlafften Stimmbänder beim Einatmen in die Atemwege gezogen und verlegen diese. Solche röchelnden Geräusche begleiteten den betagten Kater bereits seit ein paar Wochen. Es war höchste Zeit für eine OP, bei der Dr. Anna Layer die Stimmritze dauerhaft weit stellte, damit die Atemluft besser einströmen konnte. Die Technik wird Lateralisation des Aryknorpels genannt.

„Ohne OP hätten wir Harry gehen lassen müssen“, sagt seine Halterin. Doch ihr Bauchgefühl habe ihr gesagt, dass seine Zeit auf Erden noch nicht vorbei sei. Schließlich hätte Harry trotz seiner typischen Altersbeschwerden vorher immer noch so gut gefressen und wäre an seiner Umgebung interessiert gewesen. Also schenkte Harrys Frauchen ihrem Liebling trotz seines hohen Alters und des damit verbundenen Narkoserisikos noch die Chance auf einen gemütlichen Lebensabend. Und den genießt der Katzensenior. Endlich kann er wieder befreit durchatmen und sich des Lebens auf dem Sofa freuen.

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