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Labradorhündin Cecilia überstand eine lebensbedrohliche Gebärmuttervereiterung.

Noch Wochen später hat Cecilias Halterin Tränen in den Augen, wenn sie daran denkt, wie die Ärzte der Tierklinik Ismaning um das Leben ihrer Hündin gekämpft haben. Sie war im Notdienst in der Klinik vorstellig geworden, weil die Labrador-Hündin unter Erbrechen litt, das Futter verweigerte und immer schwächer wurde. Doch die Diagnose war nicht einfach. Die ersten Röntgenbilder vom Abdomen waren unklar, ein Darmverschluss war möglich, aber auch an der Gebärmutter zeigten sich Auffälligkeiten. Da die Hündin drei Wochen zuvor gedeckt worden war, war eine Trächtigkeit auf den ersten Blick nicht auszuschließen. Daraufhin führte unsere Internistin Dr. Aryan Assad eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes durch. Die Befunde sprachen leider gegen eine Trächtigkeit, sondern für eine Gebärmuttervereiterung (Pyometra) und – als ob dies nicht lebensbedrohlich genug wäre – zusätzlich für eine Bauchfell- und Bauchspeicheldrüsenentzündung. Ein Darmverschluss lag demnach nicht vor, machte den Krankheitsverlauf der Hündin jedoch nicht weniger dramatisch.

Die Bakterien waren, was nicht sehr selten vorkommt, von der vereiterten Gebärmutter in den Bauchraum gewandert. Es konnte nur noch eine OP helfen. Der Entzündungsherd, sprich die Gebärmutter, wurde entfernt, die Bauchhöhle gespült. OP und Narkose überstand Cecilia gut. Doch damit war die Lebensgefahr noch nicht gebannt. „Bei so einer schweren Entzündung kann sich der Zustand jederzeit rapide verschlechtern“, erklärt Dr. Assad. Für Cecilia begannen die dramatischen Stunden zwei Tage nach der OP. „Ich hatte sie schon fast aufgegeben“, erinnert ihre Halterin. „Doch die Ärztin hat mir immer wieder Mut gemacht.“ Zu Recht: Nach sieben Tagen auf der Intensivstation mit 24-Stunden-Infusionstherapie und engmaschiger Überwachung war der Labrador Retriever über dem Berg.

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