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Der fünf Jahre alte Maxi spendet regelmäßig Blut.

Der Kater unserer Tierarzthelferin Sandra Häfner ist ein richtiger kleiner Held. Denn Maxi hat schon einigen Artgenossen das Leben gerettet – indem er im akuten Notfall Blut gespendet hat. Wie viele andere Mitarbeitertiere ist er in unserer Blutdatenbank erfasst. Das Problem: Wenn einer unserer Patienten nach einem Autounfall oder einer schweren OP eine Bluttransfusion braucht, können unsere Ärzte nicht auf Blutkonserven zurückgreifen. Denn anders als in der Humanmedizin werden Tierblutspenden nur bei Bedarf und nicht auf Vorrat abgenommen. „Dabei sind wir auf die Mithilfe der Patientenbesitzer angewiesen, dass sie ein Partnertier oder ein Tier aus dem Freundeskreis als Spender rekrutieren. Denn leider haben wir in unserer Kartei nicht genug Spendertiere“, erklärt Sandra Häfner, deren Maxi natürlich nicht beliebig oft einspringen kann. Drei Monate sollten mindestens zwischen zwei Blutspenden liegen. Die Teamleiterin der Ambulanzhelfer appeliert daher an alle Hunde- und Katzenhalter, ihre Lieblinge in der Tierklinik Ismaning als Spender testen und registrieren zu lassen. Schließlich könnte morgen auch das eigene Tier eine überlebenswichtige Just-in-Time-Transfusion benötigen.

Eine 5 Kilo schwere Katze darf 50 ml Blut spenden.

Was den Ablauf der eigentlichen Spende (mit kostenloser Blutuntersuchung) betrifft, kann Sandra Häfner beruhigen. „Wir müssen lediglich am Bein einen Venenkatheter legen. Wenn das Tier kooperativ ist, können wir sogar auf eine Sedation verzichten. Das Blut selbst wird dann an der Halsvene entnommen, wo das Tier auch rasiert wird.“ Und nach der Spende gibt’s zum Dank einen großen Sack Futter. Gernefresser Maxi sorgt also regelmäßig selbst für Nachschub in der Speisekammer.

Interessierte Tierbesitzer finden alle Infos hier.

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