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Eins, zwei, drei… Im Kopf zählt Mara Theisges mit, wie oft sich der Brustkorb der kleinen Patientin hebt und senkt. Sie ist beruhigt. Die frisch operierte Maine Coon atmet 20-mal in der Minute. Sorgfältig trägt die Tiermedizinstudentin den Wert in das Krankenblatt ein. Dann öffnet sie die Käfigtür, zieht sanft die Lefzen der Katze hoch. Gut. Die Schleimhäute sind rosa und nicht mehr porzellanfarben. Anschließend misst sie noch die Herzfrequenz. Keine Verschlechterung des Zustands. Famulantin Mara Theisges muss den betreuenden Tierarzt nicht anfunken.

Nach der Katzenstation patrouilliert die 22-Jährige weiter zur Hundestation, wo ebenfalls mehrere schwer kranke Tiere auf sie warten. „Am Wochenende bin ich in der Regel auf Station eingesetzt und darf die Patienten im Rahmen des Intensivprotokolls überwachen“, erzählt die junge Frau.

Tiermedizinstudentin Mara Theisges assistiert den Ärzten im Notdienst.

Zu ihren Aufgaben gehört dann: Vitalparameter überprüfen, Medikamente verabreichen, Infusion erneuern, eventuell füttern. Oft wachsen der Studentin dabei die Patienten ans Herz. Gerne denkt sie an Berner Sennenhund Teddy zurück. Nach einer Darmverschluss-OP hatte das Tier allergisch auf das Nahtmaterial reagiert und musste nachoperiert werden. Sein Leben stand auf Messers Schneide. Doch nach einer langen Nacht und vielen Kontrollgängen ihrerseits war der Hund über den Berg. „Auf Station erlebe ich unmittelbar, wie es kranken Tieren von Stunde zu Stunde besser geht, und kann mich über jeden Fortschritt freuen“, sagt sie.

Keine Frage, die Arbeit macht Mara Theisges großen Spaß. „Der Job ist zwar anstrengend, aber um erste Berufserfahrung zu sammeln, ist er optimal“, sagt die junge Frau, die im 7. Semester Tiermedizin an der LMU München studiert. „In der Tierklinik gewinne ich Routine und Sicherheit im Umgang mit kranken Tieren.“ Vor allem auch im Nachtdienst lernt die angehende Medizinerin viel. Dann arbeitet man als Famulant eng mit dem diensthabenden Arzt zusammen und assistiert bei der Untersuchung und Behandlung der Notfallpatienten. Man nimmt die Tiere auf, hält sie bei der Untersuchung, packt bei Ultraschall und Röntgen mit an, ist bei der Erstversorgung dabei und assistiert beispielsweise, wenn ein Thoraxerguss punktiert werden muss oder ein Patient für die Not-OP vorbereitet wird. Wertvolles Praxiswissen, das an der Uni meist zu kurz kommt.

Angst, Fragen zu stellen, hat Mara Theisges nicht. „Egal, ob Ärztin oder Helferin, ich kann jederzeit die Kollegen löchern. Die haben immer ein offenes Ohr“, erklärt die 22-Jährige. „Ich kann jedem Studenten daher nur zu einer Famulatur an der Tierklinik Ismaning raten.“ Nebenbei lassen sich die monatlich sechs Wochenend- und/oder Nachtschichten gut mit dem Studium vereinbaren.

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Wenn auch Sie gut mit Tier und Mensch umgehen können, gerne selbstständig arbeiten, zuverlässig und kommunikationsfreudig sind, würden wir uns über Ihre Bewerbung als Famulant/in freuen.

Ihre Unterlagen senden Sie bitte an:
Tierklinik Ismaning
Stefanie Stock
E-Mail: bewerbung@tierklinik-ismaning.de

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