Überspringen zu Hauptinhalt

Letztlich hat der nierenkranke Maxl sein Leben der Liebe seiner Besitzer zu verdanken. Sie wollten bzw. konnten ihn einfach nicht aufgeben. Der Kater hatte gerade eine FLUTD-Episode hinter sich, als er mit einem Riss in der Harnblase bei uns vorgestellt wurde. Urin hatte sich in der Bauchhöhle gesammelt. Es herrschte Alarmstufe Rot. Gottseidank überstand Maxl die Not-OP, in der der Riss genäht und die Bauchhöhle gespült wurde, gut und durfte bald wieder nach Hause, wo die Halter ihn nicht mehr aus den Augen ließen und mit spezieller Nierenkost von Hand fütterten. Trotzdem: Nach drei Tagen ging es der Perserkatze auf einmal sehr schlecht und sie wollte nichts mehr fressen. „Maxl litt unter akutem Nierenversagen“, erklärt die behandelnde Internistin Dr. Julia Llewellyn. „Die Kombination aus Narkose und Urin in der Bauchhöhle hat seine Nieren überfordert.“ Die Prognose für Maxl war erneut sehr schlecht. Doch die Halter wollten alles Menschenmögliche getan haben. Und siehe da: Nach einer mehrtägigen Infusionstherapie und intensiver Betreuung hatten sich die Nierenwerte des Katers normalisiert.

Maxls Überlebenskampf war damit allerdings noch nicht ausgestanden. Nach wenigen Tagen zu Hause fiel seinen Besitzern auf, dass der vier Jahre alte Kater erneut nur tröpfchenweise Harn absetzte. Schuld war eine narbige Verengung der Harnröhre als Folge der Entzündung. Letztlich konnten unsere Ärzte nur durch eine chirurgische Weitung der Harnröhre, eine Harnröhrenplastik, den Harnstau beheben. Das hieß, wieder eine OP. Dadurch drohte die Gefahr, dass Maxls Nieren erneut versagten. Um auf Nummer sicher zu gehen, ließen die Tierärzte den Kater daher bereits vor der OP und danach noch mehrere Tage zur Infusionstherapie stationär. Mit Erfolg: Alles lief glatt. Weil die Besitzer weder Geld noch Mühen scheuten, räkelt sich Maxl heute wieder auf seinem Lieblingsplatz im Garten.

An den Anfang scrollen
×Suche schließen
Suche