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Der Hund ist zu dick, die Katze hat Blasensteine? „Bei vielen gesundheitlichen Problemen können wir die Therapie durch gezielte Futterumstellung oder eine spezielle Diät unterstützen“, sagt Dr. Stephanie Schmitt, unsere Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik. Bei Nierenerkrankungen und Harnsteinen etwa ist ein individuell auf das Tier abgestimmter Speiseplan sogar der wichtigste Baustein der Behandlung.

Fast genauso wichtig wie die Diätberatung ist Dr. Stephanie Schmitt die Vorsorge: „Mit ausgewogener und artgerechter Ernährung legt man die Basis für ein gesundes Tierleben“, sagt sie. Dabei kann es sich um Fertigfutter oder um selbstgemachte Rationen handeln. Katzen beispielsweise sind reine Fleischfresser. Ihr Verdauungssystem und Stoffwechsel sind auf tierische Kost und die darin enthaltenen Nährstoffe ausgelegt. Diese Ernährungsbedürfnisse müssen Katzenhalter bei der Zusammenstellung des Futters berücksichtigen. Zum Beispiel haben die Vierbeiner im Vergleich zu anderen Säugetieren einen deutlich höheren Eiweißbedarf. Eine vegetarische Ernährung wäre für sie katastrophal.

„Auch Hunde verzeihen Ernährungsfehler viel schlechter als Menschen“, erklärt Dr. Stephanie Schmitt. Falsche Ernährung im Welpenalter kann beispielsweise ein Auslöser für schwere Gelenkerkrankungen wie OCD (Osteochondrosis dissecans) sein. Diese degenerative Störung der Knorpelbildung wird durch eine Überversorgung mit Energie gefördert. Wenn die Jungtiere vor allem großer Rassen zu reichhaltiges Futter erhalten, wachsen sie zu schnell. Das verkraften die noch instabilen Gelenke oft nicht.

Dramatisch wirkt sich auch eine nicht bedarfsgerechte Calciumversorgung aus. Bei Welpen manifestiert sich ein Calciummangel im Futter mehr oder weniger sofort. Es drohen Gliedmaßenfehlstellungen und Gelenkschäden. Bei erwachsenen Tieren hingegen kann es bis zu zwei Jahre dauern, bis sich Mangelerscheinungen klinisch äußern. Dann sind die Schäden meist nicht mehr reversibel.

Doch ob sie Futterpläne überprüft, den Nährstoffbedarf für ein Tier ermittelt oder Futterrationen berechnet, unsere Ernährungsexpertin geht nicht nur auf das Tier und seine Bedürfnisse sein, sondern auch auf die Lebensumstände von Tierbesitzern, die nicht täglich die Rationen für ihre Schützlinge selbst zubereiten können. Dann empfiehlt sie geeignetes Fertigfutter.

Auch in allen anderen Fragen rund ums Futter weiß Dr. Stephanie Schmitt Rat. Wenn die Katze mal Futter verweigert, kennt sie Tricks und Kniffe, den Vierbeiner wieder zum Fressen zu animieren. Und wenn der Hund am Tisch bettelt, weiß sie, wie man ihm dieses Verhalten abgewöhnt.

Einen Termin mit Dr. Stephanie Schmitt können Sie vereinbaren unter: info@tierklinik-ismaning.de

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