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Laparoskopie: Minimalinvasive Kastration

Hündinnen können an der Tierklinik Ismaning mittels einer sogenannen Laparoskopie – eines endoskopischen Eingriffs – schonend kastriert werden. Unsere Gynäkologin Dr. Nina Brugger rät vor allem bei mittelgroßen bis  größeren Hunderassen zu dieser Operationsmethode. Bei ihnen ist die herkömmliche Kastration mit relativ großen Operationsnarben verbunden, die sich durch die Laparoskopie vermeiden lassen.

Um den Eingriff fachgerecht durchzuführen, kommt der sogenannten Endoskopie-Turm der Tierklinik zum Einsatz, der unter anderem eine Xenon-Lichtquelle,  einen Monitor und Laparoskope mit fünf- bis zehn-Millimeter-Optiken umfasst. Für die Operation setzt Dr. Nina Brugger zwei, manchmal auch drei kleine Schnitte, durch die das OP-Team eine Kamera und das Operationswerkzeug einführen kann. Damit die Organe des Patienten optimal sichtbar sind, wird Kohlendioxid in die Bauchhöhle eingeleitet, um sie zu erweitern. Die Eierstöcke werden aufgesucht und ihre Blutgefäße mittels hochfrequenten Wechselstroms verödet. Anschließend werden die Eierstöcke durch die kleinen Schnitte entfernt. Während des Eingriffs wird der Patient beatmet; Narkose und Atemfrequenz werden lückenlos überwacht. Mit der Laparoskopie können auch Rüden oder Kater, deren Hoden nicht vollständig in den Hodensack abgestiegen sind, sogenannte abdominale Kryptorchiden, minimalinvasiv kastriert werden.

Der Vorteil der minimalinvasiven Operation ist der geringere Wundschmerz und damit eine schnellere Erholung von dem Eingriff im Vergleich zu einer konventionellen Kastration. Die Endoskopiewunden sind mit etwa einem Zentimeter deutlich kleiner als bei einem herkömmlichen Eingriff mit etwa sechs Zentimetern. Nur in Einzelfällen, wenn die Eierstöcke besonders groß sind, etwa bei einer Zyste oder einem Tumor, muss die Endoskopiewunde gegebenenfalls etwas vergrößert werden. In der Regel sind die Patienten nach der Narkose schnell wieder fit und noch am gleichen Tag meist so agil wie vor dem Eingriff.

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