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Bei vielen Hunden reißt irgendwann im Leben das vordere Kreuzband. Die Folge: Weil die Stützfunktion des Kreuzbandes wegfällt, verschieben sich beim Laufen Ober- und Unterschenkel gegeneinander („Schubladenphänomen“), und das Tier beginnt das betroffene Bein zu schonen. Es fängt an zu lahmen. Wird die Ruptur nicht behandelt, kann das Knie irreversibel Schaden nehmen, es kommt zu einer ausgeprägten Arthrose.

In der Tierklinik Ismaning werden Kreuzbandrisse per Tibia Plateau Leveling Osteotomy, kurz TPLO, versorgt. Bei diesem speziellen OP-Verfahren wird nicht das Kreuzband ersetzt, sondern die Winkelkräfte im Knie werden so verändert, dass ein Vorwärtsgleiten des Unterschenkels verhindert wird. Um das zu erreichen, wird bei einer TPLO das Schienbein durchtrennt und in veränderter Stellung mit speziellen Knochenplatten  verschraubt. Nach in der Regel sechs Wochen Schonzeit kann das Tier wieder schmerzfrei laufen, und das Risiko einer Arthrose wird reduziert.

Obwohl die TPLO ein erheblicher Eingriff ist, lohnt sie sich im Sinne des Tierwohls. Denn die klinischen Ergebnisse sind bestechend. Nach einer TPLO können die meisten Patienten ihr Knie lebenslang wieder voll belasten.

Die Operation ist technisch anspruchsvoll. Daher werden bei uns die Chirurgen für eine TPLO streng ausgewählt und dürfen erst nach intensiver Fortbildung unter Aufsicht von Chefarzt Dr. Klaus Zahn operieren.

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