24 Stunden Notfallbesetzung und OP-Bereitschaft

Innere-MedizinWarum wirkt mein Hund körperlich unfit? Wie ernst muss ich den Durchfall meiner Katze nehmen? An der Tierklinik Ismaning-München kümmern sich Tierärzte im Fachbereich Innere Medizin um diese und andere Störungen.

Der inneren Tiermedizin sind folgende Disziplinen zugeordnet:

Endokrinologie: Stoffwechselkrankheiten, zum Beispiel Diabetes mellitus
Gastroenterologie: Magen-Darm-Krankheiten
Urologie: Nierenerkrankungen, Harnwegserkrankung, zum Beispiel Harnblasensteine
Atmungstrakt: Zum Beispiel Asthma bei Katzen
Onkologie: Tumorkrankheiten
Infektionskrankheiten: Zum Beispiel der sogenannte Katzenschnupfen
Neurologie: Krankheiten des Nervensystems, zum Beispiel Epilepsie beim Hund

Mir liegt die Endokrinologie seit meiner Tätigkeit an der Fakultät für Tiermedizin der Münchner LMU am Herzen. Wir legen großen Wert auf fachlichen Austausch mit niedergelassenen Haustierärzten und bieten unter anderem Fortbildungen für die Kollegen an.

Dr. Felix Neuerer
Gründer der Tierklinik Ismaning

Diabetes

Bei Hunden tritt diese Stoffwechselkrankheit häufig als Typ I auf, also von Geburt an. Der Körper produziert in diesem Fall wenig oder gar kein Insulin, die Tiere sind manchmal recht mager.

Bei Katzen ist Diabetes Typ II häufiger – diese Störung betrifft häufig Tiere im mittleren bis fortgeschrittenen Alter. Ihr Körper produziert zwar Insulin, doch wirkt dieses nicht ausreichend. Die Patienten trinken viel, urinieren unter Umständen in der Wohnung, selbst wenn sie zuvor jahrelang stubenrein waren. Eine der möglichen Folgen von unbehandeltem Diabetes ist der Graue Star, bei dem sich die Linse des Auges eintrübt. Im Extremfall können Tiere über Nacht erblinden.

Beide Diabetes-Formen sind medikamentös behandelbar. Bei manchen Tieren raten wir zu einer Gewichtsreduktion.

Übergewicht beim Tier

Uns ist es wichtig, ein Bewusstsein für die Dimension dieser gesundheitlichen Beeinträchtigung zu schaffen. Tiere, die zu schwer sind, können ihr Leben nicht genießen, sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und leben kürzer.

Drastische Diäten allerdings oder sogar aufgezwungene Fastenkuren, sind – wie beim Menschen – kontraproduktiv. Deshalb bieten wir Kurse in Ernährungsmanagement für Besitzer betroffener Tiere. Realistisch erscheint uns ein Gewichtsverlust von einem Prozent des Körpergewichts in einem Monat. Um das erreichte Gewicht zu halten, empfehlen wir einen Verzicht auf Trockenfutter, da es im Verhältnis zum Volumen zu energiereich ist. Nassfutter dagegen enthält 80 bis 85 Prozent Wasser. Zudem raten wir von Leckerlis ab, die dem menschlichen Speiseplan entlehnt sind (beispielsweise saure Sahne oder Thunfisch).

Tiere brauchen keine hochpreisigen Menüs. Sie brauchen gesundes Futter, das es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, eine artgerechte Haltung und Zuwendung anstelle von Extra-Essensrationen.

Dr. Felix Neuerer
Gründer der Tierklinik Ismaning

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Wir sehen in unserer Sprechstunde häufig Entzündungen wie die IBD („Inflammatory Bowel Disease“, chronische Entzündung des Magen-Darm-Traktes). Sie lässt sich recht gut medikamentös und mit einer Umstellung der Ernährung in den Griff bekommen.

Rückschläge treten oft auf, wenn Besitzer auf ein neues Futter umstellen oder außer der Reihe beispielsweise Brötchen füttern. Damit tun sie ihrem Tier keinen Gefallen. Anders als der Mensch brauchen Tiere keine Abwechslung beim Fressen.

Dr. Julia Llewellyn
Oberärztin mit Schwerpunkt Innere Medizin