24 Stunden Notfallbesetzung und OP-Bereitschaft

Vorsorgeuntersuchung durch Augenspezialistin

Sheltie-Welpe kurz vorm Augentest.

Sheltie-Welpe kurz vorm Augentest.

Die Zuchtordnung schreibt sie für bestimmte Hunderassen vor, die Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen. Die CEA ist eine davon. Die Abkürzung steht für „Collie Eye Anomaly“, einen angeborenen, genetisch bedingten, nicht fortschreitenden Entwicklungsdefekt des Auges, der – wie der Name bereits sagt – vor allem bei Collies, aber auch bei verwandten Rassen wie Shelties, Border Collies, Lancashire Heelers und Australian Shepherds auftreten kann.

Die Krankheit macht sich durch Fehlbildungen im Augenhintergrund bemerkbar. Diese können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und reichen von leichten Veränderungen ohne klinische Relevanz bis zur kompletten Erblindung.

Symptome

Das Hauptsymptom ist die choroidale Hypoplasie (CH), eine Unterentwicklung der Aderhaut, die sich temporal und dorsal des Sehnervkopfes manifestiert. Gering ausgeprägte CH-Formen können vom heranreifenden Tapetum lucidum und dem retinalen Pigmentepithel ab der siebten Woche überlagert werden, so dass die Veränderungen überdeckt werden und normal erscheinen (so genannte „Go-Normals”). Somit werden die Welpen der betroffenen Rassen am besten zwischen der sechsten bis Anfang der achten Lebenswoche untersucht. Ein weiteres Symptom ist das so genannte Papillenkolobom, bei dem ein oder mehrere lochartige Gewebedefekte am oder in der Nähe des Sehnervkopfes bestehen. Nur bei etwa zehn Prozent der betroffenen Hunden kommt es zu Netzhautablösungen.

Qualifikation

Nur wenige Fachtierärzte wie Dr. Katrin Trost sind entsprechend qualifiziert und haben in Deutschland eine Zulassung für die Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen. Dr. Trost ist seit 2005 Diplomate des European College of Veterinary Ophthalmologists (Dip. ECVO) und Mitglied des Dortmunder Kreises (DOK), der Gesellschaft für Diagnostik genetisch bedingte Augenerkrankungen.